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Kohlenmonoxidmelder können Leben retten.

17.10.2019 15:29 Uhrvon Ralf Boje

 

Kohlenmonoxidmelder bzw. CO-Melder warnen rechtzeitig vor austretendem Kohlenmonoxid und schützen die Betreiber vor dieser unsichtbaren Gefahr und den folgeschweren Konsequenzen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Bei defekten oder nicht ordentlich gewarteten Geräten wie z.B. Heizungsanlagen, Gasthermen oder nicht ordnungsgemäß funktionierenden Abluftanlagen kann Kohlenmonoxid in den Wohnraum strömen und somit schnell zur tödlichen Gefahr werden.


Das Heimtückische an Kohlenmonoxid ist, dass es vom Lebewesen nicht direkt wahrgenommen werden kann, denn es ist unsichtbar, geruch- und geschmacklos. Aus diesem Grund wird dieses hochgiftige Gas auch oftmals als: "Leiser Killer" bezeichnet.

Insbesondere nach den schweren Kohlenmonoxidunfällen der letzten Zeit empfehlen daher immer mehr Experten die Installation von CO-Meldern. 

Kohlenmonoxid-Melder erkennen bereits sehr früh ansteigende Kohlenmonoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft und warnen dadurch, noch vor dem Eintreten der ersten Symptome, die Bewohner einer Liegenschaft vor einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. 
Auch der VdF (Verband der Feuerwehren) hält CO-Melder für eine sehr sinnvolle Investition in die eigene Sicherheit, weist jedoch zusätzlich ausdrücklich darauf hin, dass ein Kohlenmonoxid-Melder die regelmäßige Wartung von Heizungen, Gasthermen oder Durchlauferhitzern nicht ersetzen kann. 
Außerdem ist ein CO-Warner auch kein Ersatz für Rauchmelder und genausowenig kann ein Rauchmelder einen CO-Melder ersetzten; eine Ausnahme bilden hier lediglich sogenannte Kombi- bzw. Hybrid-Melder die sowohl Rauch als auch Kohlenmonoxid detektieren können.



Was ist Kohlenmonoxid und wie entsteht es?


Kohlenmonoxid (CO) ist ein unsichtbares, geruch- und geschmackloses Gas, welches für Mensch und Tier extrem gefährlich ist und sogar zum Tode führen kann.

CO-Gas entsteht u. a. durch Haushaltsgeräte welche kohlenstoffhaltige Substanzen wie z. B. Erdgas, Flüsiggas, Holz, Öl oder auch Holzkohle unter unzureichender Sauerstoffzufuhr verbrennen.

 

Experten gehen zudem davon aus, dass ein möglicher Grund für Kohlenmonoxidvergiftungen auch in "zu gut" isolierten Wohnungen liegen könnte. Insbesondere in den Wintermonaten werden Wohnräume besonders gut abgedichtet um Heizkosen zu sparen; dadurch wird den Feuerungsanlagen nicht mehr ausreichend Sauerstoff zugeführt, wodurch in Folge Kohlenmonoxid entsteht.

Moderne CO-Warnmelder verfügen häufig über eine Voralarm-Funktion oder Displays, auf welchen bereits Kohlenmonoxidkonzentrationen unterhalb der "Gefahrengrenze" angezeigt werden und entsprechende Meldungen produzieren. - Diese ermöglichen ein rechtzeitiges Reagieren auf diese Situationen.



 

Wie funktioniert ein CO-Melder?


Kohlenmonoxidmelder überwachen mittels elektrochemischer Sensoren kontinuierlich die CO-Konzentration in der Umgebungsluft. 

Sobald die Kohlenmonxidwerte bestimmte Schwellenwerte erreichen, welche in der EN 50291 Norm festgelegt sind, werden entsprechende Alarme ausgelöst.